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Es ist und bleibt die beste Entscheidung meines Lebens...

Ich kann jedem nur empfehlen eine solche Erfahrung zu machen und den Alltag in Deutschland auch mal ein Stück hinter sich zu lassen.

Es ist etwas schwer, die ganze Zeit und die vielen Erlebnisse in einem kurzen Bericht zusammenzufassen. Die Zeit im Ausland nach der Schule gilt sicher für viele als eine der prägendsten Abschnitte ihres Lebens in dem es unter anderem gilt sich selbst besser kennenzulernen und sich zu orientieren. Ich kann nur von meiner Seite aus sagen dass die Farm "Amathunzi" meine vermeintlich beste Entscheidung meines Lebens war.

Schon das Ankommen in Amathunzi war sehr herzlich und ich habe mich sehr auf die Zusammenarbeit mit meinem Team gefreut. Überwältigt von der Natur und der wundervollen Landschaft wurde ich von meinen Gasteltern empfangen. Unsere Gasteltern zählen zu den wohl, weltoffensten, gastfreundlichsten, aufrichtigsten und nettesten Menschen der Welt. Ich habe mich sofort geboren und unterstützt gefühlt! Da ich mein Team bereits vom Basic Training kannte waren wir bereits mit einander vertraut und haben uns auf Anhieb gut verstanden und haben uns sehr gefreut uns wieder zu sehen. Unser Team hatte das große Glück dass zwei ehemalige Volontäre mit uns für 3 Monate dort waren und uns das Leben auf der Farm und die Projekte ausführlich erklären konnten.

Anfangs war es recht schwer sich mit den Kindern in den Projekten zu verständigen, da die Englischkenntnisse der Kinder doch sehr bescheiden sind. Doch wenn man sich darauf einlässt und bereit ist die Sprache zu erlernen bekommt man das auch relativ schnell hin. Die Arbeit mit den Kindern war teilweise sehr nervenaufreibend, da die Kinder doch sehr anstrengend und unruhig sind und man teilweise auch mal einen Kids-Club abbrechen muss da die Kinder so gar nicht aufpassen wollen. Man merkt aber dennoch wie sehr die Kinder einem ans Herz wachsen und was man für die Kinder tut. Die Volontäre und teilweise die Lehrer vor Ort sind eben nun mal die einzigen Menschen in ihrem Umfeld die sich WIRKLICH mit ihnen auseinandersetzen und ihnen die Liebe schenken, die sie sonst nirgendwo erfahren.
Das Planen und Durchführen der Kids-Clubs klappte in der Regel immer relativ gut und jeder konnte seine Ideen und Einfälle in die Planung integrieren und seinen Senf dazu geben. Am Anfang hat es bei mir jedoch immer eine gewisse Überwindung gekostet sich vor über zwanzig Kindern zum Affen zu machen, sei es durch Schauspiel, Musik oder Tanz. Denn eins muss gesagt sein: die Kinder übersehen keinen auch noch so kleinen Fehler und weisen dich ganz freundlich darauf hin (meist durch nachäffen oder auslachen ;) ). Man muss einfach lernen sich selbst nicht so ernst zu nehmen, auch mal den einen oder anderen kleinen Spaß auf eigene Kosten in Kauf zu nehmen um erfolgreich mit den Kindern arbeiten zu können und muss ein etwas dickeres Fell anlegen, im Umgang mit den Kindern. Die Kinder dort sind teilweise unglaublich talentiert. Wenn man die Kinder auf dem Schulhof beobachtet, kann man einige Kinder sehen die nebenher locker Rückwärtssaltos machen oder andere die wunderschön zeichnen können. Der Gedanke daran dass die Kinder ihr Potential vermutlich nie ganz entfalten können, da sie in einer Umgebung leben in der der Gedanke daran aus dem System ihrer Vorfahren ausbrechen zu wollen gar nicht vorhanden ist, ist doch relativ bedrückend und lässt einen auch manchmal anzweifeln ob denn die Arbeit die wir als Volontäre dort verrichten auch einen echten Nutzen hat. Dahingegen habe ich selbst aber gemerkt, wie sehr die Kinder uns Volontäre schätzen und gerade beim Abschied sind die Kinder immer sehr bedrückt und man merkt welchen Einfluss man auf sie hat!

Amathunzi ist und bleibt die beste Entscheidung meines Lebens und ich kann nur jedem empfehlen eine solche Erfahrung zu machen und den Alltag in Deutschland auch mal ein Stück hinter sich zu lassen.