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Ich arbeitete größtenteils im "Boys-Shelter", einem Übergangsheim für Straßenjungs

Nachdem die Kinder sich im Heim eingelebt haben, ist es das langfristige Ziel sie mit einem Familienmitglied wieder zu vereinigen.

Endlich war es soweit der vierte September war gekommen. Nach Wochen, ja fast Monaten der Vorbereitung stand ich nun endlich mit Visum, Koffer, Gitarre und Rucksack am Flughafen. Die Vorfreude war groß, aber ebenso die Aufregung. Deshalb freute ich mich darüber, dass ein anderer Volontär meine Flugtickets zusammen mit seinen gekauft hatte. Wir mussten also beide nicht allein fliegen. Als wir nach zwei Zwischenstationen am nächsten morgen endlich in Durban das Terminal verließen, wurden wir sofort sehr herzlich begrüßt. Der schöne Klinkerbau, den wir nach einer guten Stunde erreichten, diente uns als internationales Volontär-Haus. Ich fühlte mich gleich sehr wohl und die Stimmung war trotz Müdigkeit sehr gut. Das Haus war ein paar Tage später in seiner Grundbesetzung für die nächsten fünf Monate komplett. Ich bin so dankbar, dass alle sich so super verstanden haben. Die Gruppe wuchs zu einer kleinen Familie zusammen, die in herausfordernden Momenten für die einzelnen da war. Aber auch in den Projekten hatten wir super Teams, in denen jeder seinen Platz finden konnte. Ich arbeitete größtenteils im "Boys-Shelter", einem Kinder(Übergangs-)heim für Straßenjungs. Die Arbeit macht mir großen Spaß und zum Glück nahmen mir die Jungs es nicht übel, dass ich zu Beginn Schwierigkeiten hatten mir alle Namen zu merken. Nach einem Leben auf der Straße sind die meisten Kinder nicht mehr an einen "normalen" Alltag mit Schule und Hausarbeit gewöhnt. Nachdem die Kinder sich im Kinderheim eingelebt haben, ist es das langfristige Ziel sie mit einem Familienmitglied wieder zu vereinigen. Aus diesem Grund ändert sich die Zusammensetzung im Kinderheim immer wieder. Kinder gehen nach Hause und neue Kinder werden von "Straßen-Teams" oder dem Sozialamt ins Shelter gebrach. Ich denke es ist super, dass das Projekt somit so viele Kinder erreichen kann und sie auf ihrem Weg unterstützt. 

Neben den Teams auf der Straße und in den Heimen gibt es auch Projekte in den "Communities", den Armenvierteln der Stadt. Dort arbeitete ich ebenfalls einmal pro Woche. Besonders schön ist es, dass man hier eine große Altersspanne und Jungs und Mädchen gemischt hat. Außerdem fand ich es gut einen besseren Einblick in das Leben in diesen Gebieten zu bekommen.

Der Abschied von all den Kindern, den Kollegen und Freunden fiel mir alles andere als leicht. Ich habe viel erlebt und meinen Horizont deutlich erweitert! Südafrika ist wunderschön und besonders die Leute haben mich sehr beeindruckt. Die positive Lebenseinstellung vieler Menschen, die so viel weniger haben als wir Deutschen vermisse ich hier in Deutschland manchmal sehr.

Eines einer Hauptziele war meine persönliche Beziehung zu Jesus zu verbessern und ich hatte wirklich nicht gedacht, dass es manchmal so schwer werden würde. Gott zeigte einige Male deutlich auf Punkte an denen er Veränderung in mir schaffen will. Letztlich haben jedoch genau diese Erlebnisse die Beziehung und das Vertrauen gestärkt und ich kann sagen, dass mein Glaubensleben besser aussieht als je zuvor! Ich bin so dankbar für alle Erlebnisse, die viele Unterstützung von zu Hause und Gottes Wirken. Wenn mich Leute fragen, ob ich nochmal fliegen würde muss ich jedes Mal lächeln und sagen: "Ja - sofort!"