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Be a chicken Halleluja

„Hula Hula Halleluujaa -uh uh- Hula Hula Halleluujaa -uh uh- Hula Hula Halleluuuujaaa in the name of the Lord!”

Mit schwingenden Hüften steigen wir mit dem ersten Lied in den Kidsclub ein. Gott sei Dank! Das anfängliche Chaos scheint bewältigt zu sein. Irgendwie schafft man es dann doch die Meute spielender, tanzender, turnender, kuschelnder, mehr oder noch mehr (manchmal auch weniger) aufgedrehter Kinder zusammenzutrommeln. Während des Lieds fliegt der Ball zwar immer noch durch die Gegend und man hat seine Schwierigkeiten die Kinder ruhig zu bekommen, aber das ist dann auch okay so und es muss ja nicht alles perfekt laufen. Hier in Afrika schon gar nicht. Anscheinend hat das Anfangsspiel (ich weiß nicht mehr um was es genau ging, nur, dass alle Hühner waren) die Kinder wohl ein bisschen sehr aufgescheucht. Naja, spontan improvisiere ich die letzte Strophe vom Lied mit „be a chicken Halleluuujaaa -gock gock“…
So eine Situation war im Kidsclub, den wir 3-4 Mal pro Woche an verschiedenen Schulen gemacht haben, nicht selten. Das Potential von den Kindern darf nicht unterschätzt werden! Wir haben mit den Kindern viel gespielt, gebastelt, gemalt und getanzt. Vor allem Tanzen ist glaube ich das Grundtalent von jedem afrikanischen Kind. Zwischendrin gibt´s immer eine Andacht, wo wir den Kindern Gottes Liebe und sein Interesse an ihnen mitgeben wollen. Wir hoffen auch sehr, dass diese Botschaft angekommen ist. Wenn man ihre Situation mit unseren deutschen Lebensverhältnissen vergleicht, können wir sehr dankbar sein, denn es ist nicht selbstverständlich in einer liebevollen und wohlhabenden Familie aufzuwachsen. Die Hintergründe der Kinder hat man an ihrem Verhalten schon gesehen und das konnte auch manchmal frustrierend sein und hat uns viel Geduld gekostet. Aber man kann sie nur liebhaben und wir haben die Kinder ganz sehr in unsere Herzen geschlossen.
Unser Hauptleiter und unsere Teamleiter haben uns dabei auch immer wieder ermutigt die deutsche Brille abzusetzen und durch die afrikanische Brille schauen. Also sozusagen nicht mit deutscher Sicht auf die afrikanische Kultur zu blicken, sondern ohne Vorurteile in diese einzutauchen. Dienstag vormittags hatten wir immer Biblestudies. Dieser Vormittag war mir heilig, weil ich im Glauben wachsen und viel lernen durfte. Was diese Zeit immer sehr besonders gemacht hat, waren die ganzen spannenden Geschichten und Erlebnisse unserer Leiter, weil sie schon sehr viel mit Gott erlebt haben.
Donnerstags ist dann noch der Farmday. Die perfekte handwerkliche Abwechslung zum Alltag an den Schulen. Olivenbäume schneiden, Straße ausbessern, Schuppen umbauen, Fenster putzen und noch verschiedenste andere Arbeiten werden dann erledigt. Bei der Arbeit gab´s natürlich auch immer Platz für Spaß und Unterhaltungen und das ein oder andere Mal hat es in einer Wasserschlacht geendet.
Was einen großen Teil im Leben als Vovo in Robertson ausmacht, ist das Communityleben. Wir waren ein Team zwischen 5 und 10 Volontären plus Leitern und Familie, also immer Full House und eine großartige Bereicherung für mich. Ein großer Segen für uns alle war, dass wir uns als Vovo-Gruppe echt gut verstanden haben und unser Afrika-Abendteuer gemeinsam erleben konnten und immer füreinander da waren. Diese Leute sind zu meiner zweiten Familie geworden. Mir fehlt der kunterbunte Alltag, wo immer etwas los war, aber auch die vertraulichen und tiefen Gespräche, die ich mit Mitvovos führen konnte.
Man könnte noch so viel mehr erzählen, was mein Jahr in Robertson so einmalig gemacht hat. Zum Beispiel von unseren Ersatzgroßeltern, mit denen wir Streiche gespielt haben (von zugenähten Hosen bis hin zu Eiern in den Schuhen --> alles immer witzig und nicht böse :) ), von Wochenenden im Ferienhaus, das unsere Hauptleiter an einem ruhigen Ort an der Westküste besitzen und anderen spannenden Urlaubserlebnissen, von unzähligen Sternen am Nachthimmel oder der wunderbaren Kultur der Südafrikaner. Aber am Besten lässt sich das natürlich nachvollziehen, wenn man selbst so eine Erfahrung gemacht hat. Ich kann nur Mut machen einen Freiwilligendienst im Ausland zu machen. Ganz bestimmt würde ich auch wieder auf meine geliebte Farm ins schöne Westcape gehen und kann diese weiterempfehlen, wenn man Lust auf viel und enge Gemeinschaft und einen relativ freien Mix aus Arbeit und Freizeit haben will. Man muss allerdings auch bereit sein, sich auf neue Dinge einzulassen und seine eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen.